In vielen Haushalten sammeln sich über die Jahre alte, defekte oder nicht mehr benötigte Ladekabel an – in Schubladen, Kisten, Kellern oder Technikschränken. Nach Umzügen, Renovierungen oder beim Ausmisten stellt sich die berechtigte Frage: Wohin mit diesen Kabeln? Dürfen sie einfach in den Restmüll, oder gelten sie als Elektroschrott?
Die kurze Antwort lautet: Alte Ladekabel gehören in der Regel nicht in den Hausmüll. Sie enthalten wertvolle Rohstoffe, fallen häufig unter die Regeln für Elektroaltgeräte und sollten über geeignete Sammelstellen dem Recycling zugeführt werden. Mit wenigen Grundregeln und klaren Entscheidungshilfen lässt sich der Kabelsalat sicher, bequem und umweltfreundlich auflösen.
Inhaltsverzeichnis
- Was bedeutet das?
- Warum ist das Thema wichtig?
- Wichtige Arten, Bereiche und Komponenten
- Überblick und Vergleich
- So funktioniert es in der Praxis
- Typische Probleme, Risiken oder Fehler
- Auswahlhilfe und Bewertung
- Woran erkennt man eine gute Lösung?
- Checkliste
- Häufige Fragen
- Fazit
Was bedeutet das?
Ladekabel gehören in den meisten Fällen zum Elektroschrott und dürfen nicht in den Restmüll. Sie enthalten wertvolle Rohstoffe wie Kupfer und Aluminium, die durch fachgerechtes Recycling zurückgewonnen werden können.
Besonders wichtig ist der Sicherheitsaspekt: Beschädigte Kabel mit Kabelbruch oder freiliegender Isolation sind nicht nur optisch störend, sondern stellen ein reales Risiko dar. Freiliegende Adern erhöhen das Risiko von Kurzschlüssen und im schlimmsten Fall von Bränden. Wir empfehlen, beschädigte Kabel außer Betrieb zu nehmen und fachgerecht zu ersetzen, anstatt sie weiterhin zu verwenden oder zu versuchen, sie zu reparieren. Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz schreibt vor, dass solche Produkte getrennt vom unsortierten Siedlungsabfall erfasst und recycelt werden müssen.
Warum ist das Thema wichtig?
Die fachgerechte Entsorgung von Ladekabeln ist aus mehreren Gründen entscheidend:
- Ressourcenschonung: Kupfer, Aluminium und andere Metalle sind wertvolle Rohstoffe. Durch korrektes Recycling bleiben diese Materialien im Kreislauf und reduzieren den Bedarf an neuen Primärrohstoffen.
- Umweltschutz: Unsachgemäße Entsorgung im Restmüll belastet die Umwelt. Schadstoffe in den Kabeln können in Böden und Gewässer gelangen und dort langfristig Schäden anrichten.
- Sicherheit: Beschädigte Kabel dürfen nicht weiterverwendet werden. Eine sichere Entsorgung verhindert Brandgefahren und Unfälle im eigenen Haushalt.
- Kreislaufwirtschaft: Fachgerechtes Recycling unterstützt die Kreislaufwirtschaft und trägt aktiv zum Klimaschutz bei.
- Rechtliche Verpflichtung: Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz verpflichtet Kommunen und Handel, Sammelstellen bereitzustellen. Verbraucher haben das Recht und die Verantwortung, ihre Elektroaltgeräte dort abzugeben.
Wichtige Arten, Bereiche und Komponenten
Nicht alle Kabel und Zubehörteile sind gleich. Eine klare Unterscheidung hilft, den richtigen Entsorgungsweg zu wählen:
Ladekabel (USB, Micro-USB, USB-C)
Ladekabel verbinden ein Gerät mit einer Stromquelle oder einem Ladegerät. Sie gehören zum Elektroschrott und sollten über Sammelstellen entsorgt werden. Typische Beispiele sind USB-Kabel, Micro-USB-Kabel, USB-C-Kabel oder proprietäre Ladekabel für Handys und Tablets. Ein reines Ladekabel ohne Netzteil oder Adapter gehört immer zum Elektroschrott – unabhängig davon, ob es noch funktioniert oder beschädigt ist.
Stromkabel und Verlängerungskabel
Stromkabel mit Stecker gehören ebenfalls zum Elektroschrott. Das gilt besonders für beschädigte Kabel oder solche mit freiliegenden Adern. Verlängerungskabel mit elektronischen Komponenten müssen fachgerecht entsorgt werden.
Netzteile und Adapter
Netzteile wandeln Strom um und enthalten elektronische Bauteile. Sie gehören immer zum Elektroschrott. Adapter, die elektronische Komponenten enthalten, fallen ebenfalls unter diese Kategorie. Ein häufiges Missverständnis bei Ersatzadaptern ist die Beurteilung der Kompatibilität anhand des Aussehens. Wir klären auf, dass nicht unbedingt ein Original-Adapter benötigt wird, wenn ein technisch kompatibler Ersatz verfügbar ist – allerdings nur für die Kaufentscheidung. Bei der Entsorgung gehört jedes Netzteil oder jeder Adapter mit elektronischen Komponenten zum Elektroschrott.
Fest angeschlossene Kabel
Manche Geräte haben Kabel, die nicht abnehmbar sind – beispielsweise ältere Fernseher, Küchengeräte oder Lampen. In solchen Fällen wird nicht nur das Kabel entsorgt, sondern das komplette Gerät als Elektroaltgerät. Das Kabel sollte nicht vorab abgeschnitten werden, da dies die fachgerechte Verwertung erschwert.
Kopfhörer mit Kabel
Kopfhörer mit Kabeln enthalten elektronische Bauteile und gehören zum Elektroschrott. Das gilt auch für beschädigte oder nicht mehr funktionierende Kopfhörer.
| Kabeltyp | Beschreibung | Entsorgungsweg |
|---|---|---|
| Ladekabel (USB, Micro-USB, USB-C) | Verbindet Gerät mit Stromquelle oder Ladegerät | Elektroschrott-Sammelstelle |
| Stromkabel mit Stecker | Netzspannungskabel, Verlängerungskabel | Elektroschrott-Sammelstelle |
| Netzteil oder Adapter | Wandelt Spannung um, enthält Elektronik | Elektroschrott-Sammelstelle |
| Fest angeschlossenes Kabel | Teil eines Geräts, nicht abnehmbar | Komplettes Gerät als Elektroaltgerät |
| Kopfhörer mit Kabel | Enthält elektronische Bauteile | Elektroschrott-Sammelstelle |
Überblick und Vergleich
Es gibt mehrere Möglichkeiten, alte Ladekabel fachgerecht zu entsorgen. Jeder Weg hat Vor- und Nachteile:
Wertstoffhof oder Recyclinghof
Der Wertstoffhof ist für viele die erste Anlaufstelle. Dort können Kabel, Elektrogeräte und anderes Elektroaltgerät gemeinsam abgegeben werden. Die Abgabe ist in der Regel kostenlos. Der Vorteil: Große Mengen sind kein Problem, und die Sortierung erfolgt fachgerecht.
Kommunale Sammelstellen
Viele Gemeinden betreiben spezielle Sammelstellen für Elektroschrott. Informationen findet man über die Website der Kommune oder den Abfallkalender. Diese Stellen sind oft dezentral verteilt und ermöglichen eine bequeme Abgabe vor Ort. Die Abgabe ist kostenlos.
Mobile Sammelstellen
Einige Regionen bieten mobile Sammlungen an, die regelmäßig durch Wohngebiete fahren. Das Schadstoffmobil nimmt Elektroschrott an und erspart den Weg zum Wertstoffhof. Die Termine findet man über die Gemeinde.
Elektrofachgeschäfte
Viele Elektrofachmärkte nehmen kleine Elektrogeräte und Zubehör kostenlos zurück – auch ohne Neukauf. Für kleine Mengen ist dies oft die bequemste Lösung. Wichtig: Die Kantenlänge darf 25 Zentimeter nicht überschreiten. Fragen Sie beim Geschäft nach, ob Ladekabel und Zubehör akzeptiert werden.
Supermärkte und Baumärkte
In manchen Orten gibt es spezielle Sammelboxen für Elektroschrott in Supermärkten oder Baumärkten. Diese sind oft zentral gelegen und ermöglichen eine unkomplizierte Abgabe.
Online-Services und Abholservices
Für größere Mengen oder als bequeme Alternative bieten Online-Plattformen Abholservices an. Der Elektroschrott wird direkt zu Hause abgeholt. Dies ist besonders praktisch bei umfangreichen Kabelresten oder defekten Geräten. Informieren Sie sich vorher über eventuelle Gebühren.
Schrotthändler
Bei größeren Mengen Kabelreste, etwa nach Renovierungen oder Umbauten, können Schrotthändler interessant sein. Sie berücksichtigen den Kupferwert und zahlen unter Umständen sogar etwas für die Materialien.
| Entsorgungsweg | Geeignet für | Kosten | Aufwand |
|---|---|---|---|
| Wertstoffhof | Kleine bis große Mengen | Kostenlos | Mittelhoch |
| Kommunale Sammelstelle | Kleine bis mittlere Mengen | Kostenlos | Niedrig |
| Mobile Sammelstelle | Kleine bis mittlere Mengen | Kostenlos | Niedrig |
| Elektrofachgeschäft | Kleine Mengen | Kostenlos | Niedrig |
| Supermarkt/Baumarkt | Kleine Mengen | Kostenlos | Niedrig |
| Online-Abholservice | Mittlere bis große Mengen | Gebührenabhängig | Sehr niedrig |
| Schrotthändler | Große Mengen, Kabelreste | Ggf. Vergütung | Mittelhoch |
So funktioniert es in der Praxis
Die praktische Entsorgung ist einfacher, als viele denken. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Schritt 1: Schnellcheck in 30 Sekunden
Bevor Sie Ihre Kabel sortieren, machen Sie einen schnellen Check: Ist das Kabel noch funktionsfähig und sicher? Funktioniert es noch und hat es keine sichtbaren Schäden, können Sie es weitergeben. Hat es Kabelbruch, freiliegende Adern oder funktioniert nicht mehr, gehört es sofort zum Elektroschrott. Unsicherheit? Dann gilt: Im Zweifelsfall entsorgen statt weiterverwenden.
Schritt 2: Kabel sammeln und sortieren
Sammeln Sie alle alten, defekten oder nicht mehr benötigten Kabel. Sortieren Sie sie grob nach Art: Ladekabel, Stromkabel, Netzteile, Adapter. Dies erleichtert die Abgabe und die spätere Sortierung in der Recyclinganlage. Trennen Sie funktionierende Kabel von beschädigten – funktionierende können noch weitergegeben werden.
Schritt 3: Akkus und Batterien entfernen
Wenn Kabel zu Geräten mit Akkus oder Batterien gehören, entfernen Sie diese vor der Abgabe. Besonders Lithium-Batterien und Lithium-Akkus können Brandgefahr verursachen und müssen separat bei Sammelstellen abgegeben werden.
Schritt 4: Sammelstelle finden – in 2 Minuten
Informieren Sie sich über die zuständige Sammelstelle in Ihrer Nähe. Geben Sie in eine Suchmaschine ein: „Elektroaltgeräte Sammelstelle [Ihre Stadt]" oder „Wertstoffhof [Ihre Stadt]". Alternativ: Besuchen Sie die Website Ihrer Gemeinde und suchen Sie nach „Abfallkalender" oder „Elektroschrott". Der Abfallkalender zeigt oft auch Sammelstellen in der Nähe an. Rufen Sie im Zweifelsfall die Abfallberatung an – die Nummer findet sich auf der Gemeinde-Website.
Schritt 5: Nicht tun – wichtige Verbote
Beachten Sie diese klaren Regeln: Werfen Sie Kabel nicht in den Restmüll. Schneiden Sie fest angeschlossene Kabel nicht ab, um das Gerät „kleiner" zu machen. Vermischen Sie Kabel nicht mit anderen Wertstoffen wie Papier oder Kunststoffverpackungen. Lagern Sie beschädigte Kabel nicht über lange Zeit, sondern bringen Sie sie zeitnah zur Sammelstelle.
Schritt 6: Abgabe durchführen
Bringen Sie die Kabel zur gewählten Sammelstelle. Die Abgabe ist in der Regel kostenlos und unkompliziert. Fragen Sie beim Personal nach, falls Sie unsicher sind, ob ein bestimmtes Kabel oder Zubehörteil akzeptiert wird.
Schritt 7: Was nach der Abgabe passiert
Nach der Abgabe werden die Kabel in spezialisierten Recyclinganlagen verarbeitet. Sie werden zerkleinert, Metalle werden von Kunststoffen getrennt, und wertvolle Rohstoffe wie Kupfer werden zurückgewonnen. Diese Materialien fließen wieder in die Produktion neuer Produkte ein.
Typische Probleme, Risiken oder Fehler
Viele Menschen machen bei der Entsorgung von Ladekabeln vermeidbare Fehler. Hier sind die häufigsten:
Fehler 1: Kabel in den Restmüll werfen
Der größte Fehler ist, alte Kabel einfach in den Hausmüll zu werfen. Dies ist nicht nur illegal, sondern verhindert auch das Recycling wertvoller Rohstoffe und kann Umweltschäden verursachen.
Fehler 2: Beschädigte Kabel weiterverwenden
Beschädigte Kabel mit Kabelbruch oder freiliegenden Adern sollten nicht weiter benutzt werden. Sie stellen ein Sicherheitsrisiko dar und sollten sofort außer Betrieb genommen werden. Wir empfehlen, beschädigte Kabel außer Betrieb zu nehmen und fachgerecht zu ersetzen, anstatt eine Reparatur zu versuchen. Die Sicherheit geht vor.
Fehler 3: Kabel über lange Zeit lagern
Viele Menschen sammeln Kabelreste über Jahre an, ohne sie zu entsorgen. Dies führt zu Unordnung und Platzverschwendung. Besser ist es, Kabel zeitnah zu sortieren und zur Sammelstelle zu bringen.
Fehler 4: Kabel mit anderen Wertstoffen vermischen
Kabel sollten nicht mit Papier, Kunststoffverpackungen oder anderen Wertstoffen vermischt werden. Eine getrennte Erfassung ermöglicht besseres Recycling.
Fehler 5: Kabel von Geräten vorschnell abtrennen
Wenn ein Gerät ein fest angeschlossenes Kabel hat, sollte dieses nicht abgeschnitten werden, um das Gerät „kleiner" zu machen. Das komplette Gerät gehört zusammen ins Recycling.
Fehler 6: Sammelstelle nicht recherchieren
Viele wissen nicht, wo die nächste Sammelstelle ist. Eine kurze Online-Recherche oder ein Anruf bei der Gemeinde klärt dies schnell. Regionale Unterschiede sind üblich.
Fehler 7: Akkus nicht entfernen
Akkus und Batterien müssen vor der Abgabe von Elektrogeräten entfernt werden. Sie gehören in separate Sammelboxen und dürfen nicht mit anderen Elektroaltgeräten vermischt werden.
Auswahlhilfe und Bewertung
Welcher Entsorgungsweg passt zu Ihrer Situation? Diese Orientierungshilfe unterstützt Sie bei der Entscheidung:
Sie haben nur ein oder zwei alte Ladekabel
Für kleine Mengen ist der Elektrofachmarkt oder Supermarkt die beste Wahl. Viele nehmen bis zu drei Elektrokleingeräte kostenlos zurück, auch ohne Neukauf. Die Kantenlänge darf 25 Zentimeter nicht überschreiten. Fragen Sie beim Geschäft nach, ob Ladekabel und Zubehör akzeptiert werden.
Sie haben mehrere Kabel und Zubehörteile
Der Wertstoffhof ist ideal für mittlere Mengen. Dort können Sie alle Kabel, Netzteile und Adapter gemeinsam abgeben. Die Abgabe ist kostenlos und die Sortierung erfolgt fachgerecht.
Sie haben große Mengen Kabelreste
Nach Renovierungen oder Umbauten entstehen oft große Mengen Kabelreste. Hier ist ein Schrotthändler eine gute Option. Sie berücksichtigen den Wert der Materialien und zahlen möglicherweise sogar etwas.
Sie möchten bequem von zu Hause aus entsorgen
Online-Abholservices holen den Elektroschrott direkt bei Ihnen ab. Dies ist besonders praktisch, wenn Sie mobilitätseingeschränkt sind oder große Mengen haben. Informieren Sie sich vorher über Gebühren.
Sie wissen nicht, wo die nächste Sammelstelle ist
Informieren Sie sich auf der Website Ihrer Gemeinde oder rufen Sie die Abfallberatung an. Der Abfallkalender zeigt oft auch Sammelstellen in der Nähe an. Suchbegriffe: „Elektroaltgeräte", „E-Schrott", „Wertstoffhof".
Wenn-dann-Regeln für schnelle Entscheidungen
- Wenn das Kabel funktioniert und keine Schäden hat: Dann können Sie es weitergeben oder aufbewahren.
- Wenn das Kabel beschädigt ist oder nicht funktioniert: Dann gehört es sofort zum Elektroschrott – außer Betrieb nehmen, nicht reparieren.
- Wenn es nur ein Ladekabel ohne Netzteil ist: Dann gehört es zum Elektroschrott, unabhängig vom Zustand.
- Wenn es ein Netzteil oder Adapter mit elektronischen Komponenten ist: Dann gehört es zum Elektroschrott.
- Wenn das Kabel fest an einem Gerät angeschlossen ist: Dann nicht abschneiden – das komplette Gerät zum Elektroschrott.
- Wenn das Gerät einen Lithium-Akku enthält: Dann den Akku vor der Abgabe entfernen und separat abgeben.
- Wenn Sie unsicher sind: Dann entsorgen Sie das Kabel fachgerecht – im Zweifelsfall ist Elektroschrott die sichere Wahl.

Woran erkennt man eine gute Lösung?
Eine gute Sammelstelle oder ein gutes Entsorgungsverfahren zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
- Kostenlosigkeit: Die Abgabe von Elektroaltgeräten und Zubehör sollte kostenlos sein. Gebühren sind ein Zeichen für unseriöse Anbieter. Kommunale Sammelstellen und Wertstoffhöfe sind in der Regel kostenlos. Online-Abholservices können Gebühren erheben – prüfen Sie vorher.
- Fachgerechte Sortierung: Die Sammelstelle sollte eine sachkundige Sortierung und Verwertung garantieren.
- Transparenz: Gute Sammelstellen informieren über ihre Prozesse und wohin die Materialien gehen.
- Erreichbarkeit: Die Sammelstelle sollte in zumutbarer Entfernung liegen oder einen Abholservice anbieten. Suchen Sie nach Stellen in Ihrer Nähe auf der Gemeinde-Website.
- Breites Angebot: Sie sollten verschiedene Arten von Elektroschrott annehmen – nicht nur große Geräte, sondern auch Zubehör und Kabel.
- Sicherheit: Die Sammelstelle sollte ein sicheres Handling von Akkus und Batterien garantieren.
- Zertifizierung: Seriöse Recycler sind oft zertifiziert und arbeiten nach anerkannten Standards.
Checkliste
Vor der Abgabe Ihrer Kabel und Elektroaltgeräte sollten Sie diese Punkte überprüfen:
- ☐ Kabel sortieren und grob nach Art trennen
- ☐ Prüfen, ob Kabel noch funktionieren oder beschädigt sind
- ☐ Beschädigte Kabel außer Betrieb nehmen und nicht weiterverwendet werden
- ☐ Akkus und Batterien von Geräten entfernen, falls möglich
- ☐ Persönliche Daten von Geräten löschen, die Daten speichern (z. B. Router, Smart-TV)
- ☐ Fest angeschlossene Kabel nicht vorschnell abtrennen
- ☐ Kabel nicht mit anderen Wertstoffen vermischen
- ☐ Sammelstelle in der Nähe recherchieren (Website der Gemeinde, Abfallkalender, Suchbegriff „Elektroaltgeräte")
- ☐ Öffnungszeiten und eventuelle Mengenbeschränkungen prüfen
- ☐ Kabel in einem Behälter oder einer Tasche zusammenfassen
- ☐ Zur Sammelstelle fahren oder Abholservice nutzen
- ☐ Kabel fachgerecht abgeben und Quittung mitnehmen, falls gewünscht
Häufige Fragen
Dürfen alte Ladekabel in den Hausmüll?
Nein. Ladekabel gehören zum Elektroschrott und dürfen nicht in den Restmüll. Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz schreibt vor, dass sie getrennt erfasst werden müssen. Wer Elektroschrott im Hausmüll entsorgt, verstößt gegen geltende Vorgaben.
Sind Ladekabel Elektroschrott?
Ja, in den meisten Fällen. Ladekabel enthalten elektronische Komponenten oder sind Teil von Elektrogeräten. Sie fallen unter die Definition von Elektroaltgeräten und müssen als Elektroschrott behandelt werden.
Wo kann ich Ladekabel entsorgen?
Es gibt mehrere Möglichkeiten: Wertstoffhof, kommunale Sammelstellen, mobile Sammlungen, Elektrofachgeschäfte, Supermärkte, Baumärkte und Online-Abholservices. Informieren Sie sich auf der Website Ihrer Gemeinde über die nächste Sammelstelle. Suchbegriffe: „Elektroaltgeräte", „E-Schrott", „Wertstoffhof".
Nimmt der Handel Ladekabel zurück?
Viele Elektrofachgeschäfte und Supermärkte nehmen kleine Elektrogeräte und Zubehör kostenlos zurück. Die Regel lautet: bis zu drei Elektrokleingeräte, Kantenlänge maximal 25 Zentimeter, auch ohne Neukauf. Fragen Sie beim Geschäft nach, ob Ladekabel und Zubehör akzeptiert werden.
Was mache ich mit defekten Ladekabeln?
Defekte Kabel sollten außer Betrieb genommen und nicht mehr verwendet werden. Sie stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Bringen Sie sie zur nächsten Sammelstelle für Elektroschrott. Wir empfehlen, beschädigte Kabel außer Betrieb zu nehmen und fachgerecht zu ersetzen – versuchen Sie nicht, sie zu reparieren.
Kann ich alte Ladekabel spenden oder weitergeben?
Ja, aber nur, wenn sie noch funktionieren und sicher sind. Funktionierende Kabel können an Familie, Freunde oder gemeinnützige Organisationen weitergegeben werden. Dies verlängert die Nutzungsdauer und ist nachhaltiger als Entsorgung. Beschädigte Kabel dürfen nicht weitergegeben werden.
Muss ich Akkus vor der Abgabe entfernen?
Ja, wenn möglich. Akkus und Batterien, besonders Lithium-Akkus, müssen vor der Abgabe von Elektrogeräten entfernt werden. Sie gehören in separate Sammelboxen und dürfen nicht mit anderen Elektroaltgeräten vermischt werden.
Was passiert mit Ladekabeln nach der Abgabe?
Nach der Abgabe werden Kabel in spezialisierten Recyclinganlagen verarbeitet. Sie werden zerkleinert, Metalle werden von Kunststoffen getrennt, und wertvolle Rohstoffe wie Kupfer werden zurückgewonnen. Diese Materialien fließen wieder in die Produktion ein.
Können beschädigte Kabel repariert werden?
Manche Kabel haben nur kleine Defekte wie einen Kabelbruch. In einigen Fällen ist Reparatur möglich. Allerdings sollte bei sicherheitsrelevanten Schäden die Reparatur nicht versucht werden. Wir empfehlen, beschädigte Kabel außer Betrieb zu nehmen und fachgerecht zu ersetzen. Im Zweifelsfall ist Austausch die sichere Lösung.
Sind die Entsorgungsregeln regional unterschiedlich?
Ja. Während das Elektro- und Elektronikgerätegesetz bundesweit gilt, können die konkreten Sammelstellen und Öffnungszeiten regional unterschiedlich sein. Informieren Sie sich auf der Website Ihrer Gemeinde oder beim Abfallwirtschaftsbetrieb vor Ort.
Kann ich ein funktionierendes Ladekabel weitergeben, auch wenn der Stecker anders aussieht?
Das Aussehen ist nicht entscheidend für die Kompatibilität. Ein häufiges Missverständnis bei Ersatzkabeln ist die Beurteilung der Kompatibilität anhand des Aussehens. Wir klären auf, dass nicht unbedingt ein Original-Ladekabel benötigt wird, wenn ein technisch kompatibler Ersatz verfügbar ist – allerdings nur für die Kaufentscheidung. Nur weil ein Stecker ähnlich aussieht, ist er nicht automatisch kompatibel. Prüfen Sie vor der Weitergabe genau, ob das Kabel technisch zu Ihrem Gerät passt. Im Zweifelsfall ist Entsorgung die sichere Lösung.
Fazit
Alte Ladekabel gehören nicht in den Hausmüll, sondern zu einer Sammelstelle für Elektroschrott. Mit wenigen Grundregeln – Kabel sortieren, Akkus entfernen, richtige Sammelstelle wählen – lässt sich die Entsorgung sicher und umweltfreundlich durchführen. Fachgerechtes Recycling schont Rohstoffe, schützt die Umwelt und trägt zur Kreislaufwirtschaft bei.